Interaktive Abfrage von Beschleunigungs-Antwortspektren
für Gefährdungsniveaus in Form von mittleren Wiederholungsperioden von 100, 500, 1000 und 2500 Jahren gemäß DIN19700.

 

–  Version 2013  –

Die gefährdungskonsistenten Antwortspektren der Bodenbeschleunigung für Gefährdungsniveaus gemäß DIN 19700:2005 an beliebigen Punkten innerhalb der Bundesrepublik Deutschland und deren Zuordnung zu einer geologischen Untergrundklasse werden entsprechend der Ausführungen im wissenschaftlich-technischen Bericht von Grünthal u.a. (2009) bereitgestellt. Die für eine interaktive Abfrage auszuwählenden Punkte sind definiert durch deren Ortsnamen bzw. deren Rechts- und Hochwerte oder deren Breiten- und Längenangaben.
Die Gefährdungsniveaus des Regelwerks DIN19700:2005 zur Sicherheit von Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken sind definiert durch die mittleren Wiederholungsperioden von T=100, T=500, T=1000 und T=2500 Jahren. Bei einer angenommenen Standzeit von Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken von 100 Jahren entsprechen diesen mittleren Wiederholungsperioden folgende Eintreffens- oder Überschreitenswahrscheinlichkeiten: 63%, 18%, 9,5% und 4%.
Bezüglich der räumlichen Ausdehnung geologischer Untergrundklassen liegt für die Erdbebenzonen der DIN 4149: 2005-04*) eine Unterteilung des geologischen Untergrundes in die drei Klassen R (rock) - Fels, S (soil) - weicher Untergrund und T (transitional) - Übergangstyp vor. Für die Abfragefunktion zur DIN 19700 finden die räumlichen Ausdehnungen der Untergrundklassen R' und S' Anwendung. Befindet sich ein Ort im Gebiet der geologischen Untergrundklasse T gemäß DIN 4149: 2005-04, wird für ihn das Antwortspektrum der Klasse S' (weicher Untergrund) dargestellt. Hinzuweisen ist darauf, dass die Definition der Untergrundklassen R' und S' abweicht von der Definition der Untergrundklassen R und S der DIN 4149: 2005-04. Die Untergrundtypen R' und S' sind in Grünthal u.a. (2009) in Tabelle 8 (S. 64) gemäß verwendeter Dämpfungsrelationen charakterisiert.

 

Die Zuordnung der Koordinaten zum eingegebenen Ort erfolgt auf der Grundlage des Datensatzes "Geographische Namen, GN250" des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG). Diese Zuordnung erfolgt ohne Gewähr und unabhängig von Zuordnungen von Verwaltungseinheiten (Gemeinden, Gemarkungen, Städte bzw. Stadtteile) zu geologischen Untergrundklassen durch zuständige behördliche Einrichtungen einzelner Bundesländer. Die auf z.B. Gemeindegebietsgrenzen bezogene Aufteilung in Untergrundklassen zeigt eine hohe Feingliedrigkeit in Bezug zur Karte der geologischen Untergrundklassen der DIN 4149: 2005-04. Diese Feingliedrigkeit spiegelt allerdings die Gemeindegebietsgrenzen wieder und bedeutet keine Erhöhung der Genauigkeit der Abgrenzung der geologischen Untergrundklassen. Entsprechende Planungsgrundlagen gemäß DIN 4149: 2005-04 sind für die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen als Karten bzw. tabellarische Übersichten verbindlich eingeführt. In Randbereichen der Gebiete von Untergrundklassen können die Verwaltungseinheiten anhand der Planungsgrundlagen abweichende Zuordnungen aufweisen. Verbindlich sind in solchen Fällen die Planungsgrundlagen der genannten Bundesländer. Die bibliografischen Angaben zu diesen Planungsgrundlagen finden sich am Ende dieser Seite.

 

Referenz:

Grünthal, G.; Bosse, Ch.; Stromeyer, D.: Die neue Generation der probabilistischen seismischen Gefährdungseinschätzung der Bundesrepublik Deutschland : Version 2007 mit Anwendung für die Erdbeben-Lastfälle der DIN 19700:2004-07 "Stauanlagen". Scientific technical report STR 09/07. Helmhotz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum, Potsdam 2009.

 

*) bzw. DIN EN 1998-1/NA:2011-01

 

 

 

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Bitte wählen Sie zuerst, ob Sie nach Ortsnamen oder Gauss-Krüger- Koordinaten (Rechtswert, Hochwert) oder geographischen Koordinaten (Beispiel: Lat: 52.4, Lon 13.04) suchen möchten.

  Gefährdungsgerechte Bodenbeschleunigungs-Antwortspektren
Ortsname Gauss-Krüger-Koordinaten
(Hochwert und Rechtswert)
geographische
Koordinaten
 
 

 

Bezüglich der räumlichen Ausdehnung geologischer Untergrundklassen sind die Titel sowie Herausgeber dieser Planungskarten:

  • Karte der Erdbebenzonen und geologischen Untergrundklassen der Bundesrepublik Deutschland: Bundesland Nordrhein-Westfalen 1:350 000, Karte zu DIN 4149: 2005-04 / Herausgeber: Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Bearbeitung: Geologischer Dienst NRW, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, Krefeld, 2006.

  • Karte der Erdbebenzonen und geologischen Untergrundklassen für Baden-Württemberg 1:350 000 / Herausgeber: Innenministerium Baden-Württemberg, Stuttgart, Bearbeitung: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Freiburg, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, 2005.

  • Karte der Erdbebenzonen und geologischen Untergrundklassen für Hessen 1:200 000 / Planungskarte zur DIN 4149: 2005-04 / Herausgeber: Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Februar 2007.

  • Erdbebenzonen und Untergrundklassen nach DIN 4149: 2005-04 für die Gemarkungen im Freistaat Thüringen
    Bekanntmachung des Thüringer Ministeriums für Bau und Verkehr vom 14. November 2006 (ThürStAnz Nr. 50/2006 S. 2032-2036)

  • Änderung der Bekanntmachung des Thüringer Ministeriums für Bau und Verkehr über die zur DIN 4149: 2005-04 analogen Gefährdungszonen und die zugehührigen Untergrundklassen für die Gemarkungen mit temporärer Gefährdung durch bergbauinduzierte Seismizität
    Bekanntmachung des Thüringer Ministeriums für Bau und Verkehr vom 1. August 2007
    (ThürStAnz Nr. 35/2007 S. 1655)

 

Disclaimer
Wir übernehmen keine Garantie und Haftung für die Angaben auf dieser Seite.

Die vorgenommenen Erdbebengefährdungsberechnungen beruhen auf der Annahme, dass sich das beobachtete Raum-Zeit-Verhalten der Seismizität im Untersuchungsgebiet in der Zukunft fortsetzt. Ob diese Annahme berechtigt ist, kann nicht beantwortet werden. Informationen zu alternativen zielführenden Annahmen liegen den Autoren nicht vor.